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Der Ordenspatron St. Andrew ist hier in Deutschland als hl. Andreas bekannt. Der Apostel und Märtyrer war Bruder des Simon, dem späteren Apostelfürsten Petrus. Die Brüder verdienten ihren Lebensunterhalt als Fischer am See Genezareth. Später wurde Andreas ein Jünger von Johannes dem Täufer und dann der erste mit Namen bekannte Apostel Jesu Christi, weshalb er auch der "Erstberufene" genannt wird. Um das Jahr 60 n. Chr. wurde Andreas verhaftet; nach seiner standhaften Weigerung den römischen Göttern zu dienen, bedeutete dies das Todesurteil. Am 30. November 60 (62) erlitt er den Kreuzestod an einem diagonalen Kreuz, das seither Andreaskreuz genannt wird. Der Hl. Andreas ist heute der Patron von Schottland, Rußland, Spanien, Griechenland usw. Mit seinem Gedenktag beginnt das neue Kirchenjahr.
Aus dem Dunkel der schottischen Geschichte ist eine Legende überliefert, die berichtet, wie der Hl. Andreas zum Schutzpatron des Landes und das diagonale Kreuz zur Grundlage der Nationalflagge wurde. Hier ist die Legende als Lyrik dokumentiert, die für den Order of St. Andrew geschrieben wurde. St. Andreas für Schottland Die Nacht, sie ist gekommen, bringt Ruhe übers Feld, die Nebel ziehen leise um des Königs Zelt. Die Feuer bei den Lagern, sie werden langsam klein, schon bald wird ihr Lodern nur noch Glut und Asche sein. Mit einem letzten Amen beschließt Angus sein Gebet und bittet um Erbarmen, bevor er zur Ruhe geht. Die Nacht, sie schenkt ihm Frieden, der letzte vor der Schlacht, bevor am nächsten Tage der Feind mit ihm erwacht. Doch Gott in seiner Gnade, lässt König Angus nicht allein, und schickt ihm seinen Diener, um bei seinem Heer zu sein. Im Traum, so sieht der König, was Gott ihm offenbart, dass St. Andreas, Gottes Diener, ihn in der Schlacht bewahrt. Sterne ziehen vorüber, der Nebel löst sich auf, der Tau, er schlägt sich nieder, die Sonne, sie geht auf. Mit neuem Mut im Herzen erhebt Angus nun sein Haupt, er hat in dieser Nacht, die Schlacht vorausgeschaut. So tritt er vor die Ritter und vor das ganze Heer, als wenn es seine letzte Tat als König wär'. Ich will euch nun verkünden, was heute Nacht geschah, dass ich in meinem Traum, den St. Andreas sah. Er sprach, ich will dir kundtun, von des Feindes List, dass ihr schon vor dem Kampf, von eurem Siege wisst. Als so die Schlacht im Gange, Angus in den Himmel schaut, sieht er, dass er zu Recht, auf des Apostels Wort vertraut. Das Kreuz des St. Andreas auf blauem Grund er sieht, wie es als weiße Wolke an der Schlacht vorüberzieht. So wird das Wort des Herrn als Wolke offenbar, und der Traum vom Siege, an diesem Tage war. So gab St. Andreas sein Zeichen, und König Angus nahm es an, es soll fortan bewahren, als Schottlands Banner jeden Mann. So ward daraus ein Orden in jener alten Zeit, zu schützen alle Schwachen in ewiger Ritterlichkeit.
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